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Veranstaltung "Qualifizierung für Regionalmanager*innen in Thüringen AWO AJS internes Fortbildungsprogramm" (Nr. UK4) wurde in den Warenkorb gelegt.

Qualifizierung für Regionalmanager*innen in Thüringen
AWO AJS internes Fortbildungsprogramm

Die Anforderungen an Führungskräfte in sozialen Organisationen sind hoch: Sie sollen Orientierung geben, Entwicklung ermöglichen, motivieren und dabei zugleich klar, verantwortungsvoll und kooperativ handeln. Hier setzt unsere Qualifizierungsreihe an.


In acht praxisnahen und aufeinander abgestimmten Modulen á 2 Tage stärken wir zentrale Kompetenzen für wirksames Führungsverhalten: von der gemeinsamen Neuausrichtung der Führung über Risikoanalyse und Entscheidungsfindung bis hin zur strategischen Steuerung und dem gezielten Aufbau bereichsübergreifender Zusammenarbeit. Die Inhalte sind speziell auf die komplexen Anforderungen interdisziplinärer Arbeit zugeschnitten. Neben fachlichem und methodischem Know-how geht es darum, Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten, tragfähige Entscheidungen zu treffen und souverän zu kommunizieren. Ergänzt wird das Programm durch Trainings zu Zeit- und Selbstmanagement, Gesprächs- und Verhandlungsführung sowie zum überzeugenden Auftreten.


Das Konzept schafft sowohl ein gemeinsames Führungsverständnis als auch tragfähige Rahmenbedingungen für wirksames Handeln, um soziale Angebote und Strukturen flexibel an regionale Bedürfnisse anzupassen, sich dabei mit unterschiedlichen Akteuren zu vernetzen und Beteiligte zu motivieren. Ziel ist es, Führungskräfte in ihrer Rolle als Gestalter*innen des Wandels zu stärken und die erfolgreiche Umsetzung der Neustrukturierung nachhaltig zu sichern.



Modul 1: Führung gemeinsam neugestalten


Die Regionalmanager*innen sind dazu befähigt, Gesamtzusammenhänge und Anforderungen in ihrer neuen Führungsrolle zu erkennen und zu reflektieren. Dadurch gewinnen sie Sicherheit und können neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln.


Schwerpunkte:

  • Einführung: Die neuen Regionalmanager*innen in Thüringen sind Wegbereiter*innen für einen umfassenden Wandel.
  • Von der fachlichen zur strategischen Leitung: fachübergreifend, strategisch und wirksam handeln, um bestehende Strukturen und Denkmuster (Auflösen des „Säulendenkens“) zu überwinden.
  • Neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln, um die vielfältigen Interessen – intern wie extern – miteinander in Einklang zu bringen.
  • Reflexion der eigenen neuen Führungsrolle und Führungsidentität
  • Selbstreflexion: Stärken erkennen, Grenzen akzeptieren, Feedback integrieren
  • Kooperative Führung auf Augenhöhe: Vertrauen, Beteiligung, Kommunikation



Modul 2: Analysieren und Risiken abwägen


Analysieren:


Die Regionalmanager*innen verstehen ihren Bereich, können relevante Handlungsfelder erkennen und wirksame Strategien entwickeln.


Schwerpunkte:

  • Umfeld- und Stakeholder-Analyse: Analyse politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und aktives Stakeholder-Management
  • Methoden und Werkzeuge: SWOT, SMART, Balanced Scorecard, PEST-Methode, 7S-Modell, Dashboard,  etc.
  • Organisationsdiagnose und Potentiale: Dynamiken erkennen, Potenziale nutzen, aus Diagnosen lernen, um Handlungen abzuleiten (Intervention)
  • Zielformulierungen und Strategieentwicklung: Entwicklung von Leitbildern, Zielen und Maßnahmen zur strategischen Umsetzung.
  • Kennzahlen und Zielsysteme: Interpretation von Kennzahlen und Aufbau von Zielsystemen für OE-Prozesse
  • Visions- und Leitbildentwicklung: Vom kollektiven Selbstverständnis zur operativen Entwicklung und Umsetzung von Visionen und Leitbildern



Risikoabwägung:


Die Regionalmanager*innen erlangen Handlungssicherheit in komplexen Entscheidungssituationen, erkennen und bewerten Risiken und kommunizieren diese transparent.


Schwerpunkte:

  • Risiken im Kontext organisationaler Veränderung: psychologische, strukturelle, politische Risiken
  • Risikoanalyse: Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkungen, Umgang
  • Frühwarnsysteme und Indikatoren in OE-Prozessen
  • Kollektives Risikobewusstsein fördern: Beteiligung und Kommunikation als Prävention
  • Organisationale Resilienz (nach ISO 22316:2017): Widerstandskraft systematisch entwickeln



Modul 3: Entscheidungen treffen und Erfolge kontrollieren


Entscheidungen treffen:


Die Regionalmanager*innen werden in ihrer Entscheidungssicherheit gestärkt. Sie haben ein stimmiges Verantwortungsverständnis entwickelt und gelernt, auch unter Druck klar, strukturiert und glaubwürdig zu handeln.


Schwerpunkte:

  • Entscheidungsanlässe erkennen, Verantwortung bewusst übernehmen
  • Entscheidungsverfahren anwenden: von Analyseinstrumenten bis zu Szenariotechniken
  • Mit Unsicherheit und unvollständigen Informationen souverän umgehen
  • Innere Blockaden und Entscheidungshemmnisse reflektieren
  • Intuition und rationales Denken sinnvoll verbinden
  • Priorisierung bei Zielkonflikten
  • Entscheidungen kommunizieren und nachvollziehbar vertreten



Erfolgskontrolle:


Die Regionalmanager*innen sind befähigt, Erfolgskriterien zu identifizieren, Kennzahlen anzuwenden und weiterzuentwickeln sowie gemeinsame Methoden und Kriterien zur Erfolgskontrolle auszubauen.


Schwerpunkte:

  • Zielerreichung und Wirkungsmessung: Output-, Outcome- und Impact-Perspektiven (Logikmodell), klare Abgrenzung und Messung verschiedener Wirkungsebenen
  • Qualitative und quantitative Indikatoren in Balance (Mixed-Methods-Ansatz)
  • Feedbackschleifen und Reviews als OE-Instrumente: Lernen in Echtzeit
  • Erfolg als kollektive Verantwortung: Beteiligung an der Bewertung fördern



Modul 4: Veränderungsmanagement


Die Regionalmanager*innen können Veränderungen wirksam gestalten, dabei Innovation und Transformation ermöglichen und mit Widerständen konstruktiv umgehen.


Schwerpunkte:

  • Gelungene Transformation – jenseits von bloßen Reorganisationsmaßnahmen
  • Veränderungsprozesse und ihre Gestaltung (Kotter et al)
  • Konstruktiver Umgang mit Ängsten, Blockaden und Widerständen
  • Beteiligung so gestalten, dass Akzeptanz entsteht
  • In der Rolle als Change Agents Orientierung geben, ohne sich selbst zu überfordern
  • Innovationsfähigkeit im Veränderungsprozess fördern – durch kreatives Denken, Mut zur Lücke und gezielte Impulse zur Erneuerung



Modul 5: Selbst- und Zeitmanagement


Die Regionalmanager*innen gewinnen Klarheit im Denken und Handeln, setzen Prioritäten und wahren eigene Grenzen, um als stabile und vertrauenswürdige Führungskräfte handlungsfähig, motiviert und belastbar zu bleiben.


Schwerpunkte:

  • Analyse des individuellen Zeitverhaltens und Erkennen von Mustern
  • Klarheit über Ziele, Rollen und eigene Leistungsgrenzen
  • Methoden zur Priorisierung, Delegierung und strukturierten Tagesgestaltung
  • (Alpen-Methode, Eisenhower Matrix, Pareto-Prinzip, ABC-Analyse)
  • Selbstfürsorge, mentale Präsenz und nachhaltige Selbstdisziplin
  • Resilienz im Führungsalltag



Modul 6: Projekte steuern, unterstützen und führen


Die Regionalmanager*innen verstehen Projektmanagement als Führungsaufgabe, können Projekte strategisch bewerten, fördern und kontrollieren sowie die richtigen Rahmen-bedingungen für einen Projekterfolg schaffen.


Schwerpunkte:

  • Framework zur Visualisierung: Entwicklung eines Systems, das die regionale Projektlandschaft übersichtlich und aus verschiedenen Perspektiven darstellt
  • Projektbewertung und Mitteleinsatz: Kriterien für die Einschätzung, Priorisierung und Ressourcensteuerung entwickeln
  • Wirkungs- und Strategieorientierung: Klare Ziele im strategischen Kontext setzen, regelmäßig Fortschritte kontrollieren (z.B. Meilensteine, Reviews), Annahmen reflektieren, Abhängigkeiten erkennen und berücksichtigen sowie Projekte anhand definierter Kriterien bewerten, priorisieren und ressourcengerecht steuern
  • Projektstruktur & Ungewissheit: Definition zentraler Leitfragen und Anpassung der Projekteigenschaften (z.?B. Iteration) je nach Grad der Unbekanntheit
  • Steuerungs- und Entscheidungsprinzipien: Vorgeben von Entscheidungsprämissen (zentral/dezentral, schnell/gründlich) und Methoden zur Entscheidungsfindung
  • Bedarfsgerechte Unterstützung: Prinzipien zur kontextabhängigen Förderung je nach Projektanforderungen



Modul 7: Erfolgreiche Gesprächs- und Verhandlungsführung


Die Regionalmanager*innen können souverän kommunizieren, erfolgreich verhandeln und Interessen vertreten sowie bei Bedarf auch Konflikte gestalten. Denn wer führen will, muss in der Lage sein, auch das Schwierige anzusprechen – mit Haltung, Präsenz und Überzeugungskraft.


Schwerpunkte:

  • Die professionelle Vorbereitung und Strukturierung schwieriger Gespräche
  • Der konstruktive Umgang mit Kritik, Emotionen, Widerstand und Schweigen
  • Die Fähigkeit, in politischen oder institutionellen Kontexten souverän zu verhandeln (Harvard-Konzept des sachbezogenen Verhandelns)
  • Die Reflexion des eigenen Kommunikations- und Konfliktstils
  • Der Aufbau kollegialer Kommunikationsformate zur Stärkung des Führungsalltags



Modul 8: Präsentations- und Überzeugungsfähigkeit


Die Regionalmanager*innen überzeugen durch souveränes Auftreten mit Argumenten, Ausstrahlung und Stil sowie dem gezielten Einsatz von Stimme, Körpersprache und Wortwahl.


Schwerpunkte:

  • Facetten des souveränen Auftretens
  • Rhetorik: Verbale und non-verbale Komponenten der Überzeugungskraft
  • Körpersprache gezielt einsetzen
  • Die Stimme gekonnt nutzen
  • Wortwahl und Wirkung
  • Die erfolgversprechendsten Argumentations- und Präsentationstechniken
  • Reden vor anderen: Vorbereitung, Einstieg und Abschluss
  • Reaktionsstufen und Wirkungen: Was auf mich zukommen kann
  • Umgang mit Lampenfieber
  • Tipps für spezielle Rede- und Präsentationsanlässe (Wortbeiträge, Berichte, Fachvorträge mir Beamer-Unterstützung, Stehgreifstatement etc.)
  • Positive Beeinflussung: Wo Manipulation erlaubt ist und wo sie schadet
  • Der Schlüssel zum gesunden Selbstvertrauen
  • Frauen und Männer: Die wirklichen Unterschiede
  • Wege aus der Selbstblockade
  • Schlagfertigkeit als Werkzeug



Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der AWO Bundesakademie und der AWO AJS gGmbH geplant und wird organisatorisch durch die AWO Bundesakademie sowie das AWO Bildungswerk begleitet.

Status:  Plätze frei

Seminar-Nr.:   26-10K-UK4

Beginn:   Di., 05.05.2026, 09:00 - 17:00 Uhr

Dauer:   2 Tag(e)

Kursort:   AWO AJS Geschäftsstelle Erfurt

Zielgruppe:   Regionalmanager*innen der AWO AJS gGmbH

Methoden:   siehe Flyer

Kosten:   die Kosten übernimmt die Arbeitgeberin

Ansprechpartner*in:   Julia Kowalski
Telefon:   0361 511 509-15
E-Mail:   julia.kowalski@awobildungswerk.de

AWO AJS Geschäftsstelle Erfurt

Juri-Gagarin-Ring 160
99084 Erfurt

Datum
05.05.2026
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Juri-Gagarin-Ring 160, AWO AJS Geschäftsstelle Erfurt
Datum
06.05.2026
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Juri-Gagarin-Ring 160, AWO AJS Geschäftsstelle Erfurt





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