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Praxisanleitertreffen - Berufspädagogische Fortbildung für Praxisanleiter*innen - NUR AJS-

1.Tag

Reisende sollte man aufhalten oder doch nicht? Strategien für den Umgang mit potentiellen Ausbildungsabbrecher*innen

Dozent: Stefan Bode


Im Jahr 2022 brachen rund 30% der Auszubildenden ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf ab (www.pflegenot-deutschland.de). Die Gründe sind sehr vielfältig. Aber was bedeutet das konkret für die Träger und Einrichtungen vor Ort? Sollen Ausbilder*innen und Verantwortliche diese Zahl als feste Größe einfach mit Einpreisen, getreu dem Motto: „Reisende soll man nicht aufhalten!“, oder gibt es möglicherweise noch die ein oder andere Strategie um im Einzelfall einen Abbruch zu verhindern. Vielleicht kann ein vorübergehendes Motivationstief rechtzeitig erkannt und das Ruder noch rumgerissen werden?!

Mit diesen Fragestellungen möchten wir gemeinsam an praktischen, individuellen Lösungsideen arbeiten.


Seminarbeschreibung

Auch wenn der Erfahrungshintergrund vieler Praxisanleiter*innen eher dem bekannten Motto über den „Reisenden“ gleicht, existieren in jeder Organisation, Einrichtung bzw. Träger Lösungsversuche und -Ideen. Das Seminar wird sich mit den bereits vorhandenen Fähigkeiten und gut gelungenen Strategien beschäftigen und anhand von eigebrachten Fällen ganz konkrete, individuelle Ansätze Entwickeln. Dabei geht es z.B. um

Beziehungsaufbau und das ankoppeln an die Lebenswelt von Auszubildenden

Motivierende Gesprächsführung

Aktivieren von Ressourcen im Team

Stärken stärken, Schwächen schwächen

Umgang mit Konflikten und Bewältigung schwieriger Phasen



Seminarschwerpunkte

Systemische Sichtweise auf sog. Abbrecher*innen

Rollen und Funktionen im Bereich der Ausbildung

Bedürfnisse und Motivationen

Wirkung von Fragen

Wirksame Gespräche führen



Ziel der Veranstaltung

Ziel der Veranstaltung ist es, als Praxisanleiter*in für sich und sein Arbeitsumfeld wirksame Strategien zu entwickeln potentielle „Abbrecher*innen“ früher zu erkennen und mit gelingenden Strategien intervenieren zu können



2.Tag

Digitale Medien in die Praxisanleitung einbinden

Dozentin: Rebecca Brand


Eine zeitgemäße Bildung bezieht das Lernen mit und über digitale Medien mit ein. Für die Praxisanleitung von Pflegeschüler*innen ergeben sich dabei vielfältige Möglichkeiten, den Anleitungsprozess digital zu unterstützen.

In diesem Kontext bieten digitale Tools unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Unter digitalen Tools/ Werkzeugen werden digitale Anwendungen, Programme und Apps verstanden, die mithilfe von digitalen Geräten angewendet werden können. Durch ihren schnellen und unkomplizierten Einsatz vereinfachen sie unter anderem die Kommunikation zwischen Praxisanleitung und Pflegeschüler*in, ergänzen den Wissenserwerb von Auszubildenden und schaffen Übersicht im Ausbildungsplan. Infolgedessen ergeben sich Mehrwerte durch die Ersparnis von Zeit, die Reduktion von Papier und die Herstellung transparenter Abläufe.    

Das Seminar vermittelt Ihnen digitale Tools für die Praxisanleitung in verschiedenen Aufgabenbereichen (Planung, Organisation, Visualisierung oder Kommunikation). Je nach Interesse der Gruppe wird eine Auswahl der digitalen Werkzeuge getroffen und bearbeitet.  


Seminarschwerpunkte:

Präsentation und Erprobung unterschiedlicher digitaler Tools

Vorstellung von kleinen online Lerneinheiten für die Praxisanleitung

Transfer digitaler Bildungselemente in den Pflegealltag


Nach dem Seminar haben Sie einen Überblick über verschiedene digitale Tools und kennen deren Verwendungsmöglichkeiten für die Praxisanleitung.


Methoden: theoretischer Input, Kleingruppenarbeit, Arbeit am Tablet, Reflexion



3.Tag

Pflegediagnosen

Dozentin: Eileen Flügge


Ihnen als Praxisanleiter*innen kommt eine zentrale Rolle zu, nicht nur was die Qualität der Ausbildung angeht, sondern auch um die Azubis zu erstklassigen Pflegefachleuten auszubilden und somit auf lange Sicht den Personalmangel in der Pflege eindämmen zu können. Somit können Sie am Ende einer Ausbildung des betreuten Auszubildenden sagen: „Das ist zum Teil auch MEIN Verdienst“

Zum stressigen Pflegealltag von Praxisanleiter*innen gehört es, neben der individuellen und fachgerechten Versorgung des Pflegeempfängers dazu, Azubis zu betreuen und sie auf ihre zukünftige Arbeit vorzubereiten. Mit der generalistischen Pflegeausbildung hat der Begriff „Pflegediagnose“ eine neue Bedeutung gewonnen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich aber nichts „Neues“. GEBBIE& LEVINE definierten den Begriff schon 1973 "als die Beurteilung oder das Ergebnis einer pflegerischen Einschätzung." Auch wenn diese Definition inzwischen als veraltet gilt, ist es doch genau das, was wir als Pflegefachkräfte tagtäglich (unbewusst) machen. Während bei medizinischen Diagnosen auf eine physiologische Funktionsstörung zurückgegriffen wird, werden bei Pflegediagnosen menschliche Reaktionen auf aktuelle oder potentielle Gesundheitsprobleme dargestellt. Somit wird der Pflegeempfänger als Individuum gesehen.

Das definieren einer Pflegediagnose gilt als Grundlage der Erarbeitung von Pflegeziel, Pflegeplanung, Pflegemaßnahmen und schließlich der Evaluation des Pflegeprozesses.


Naaaa? Ist das etwa neu?

Ich möchte Sie dahingehend unterstützen, Ihr Potenzial auszubauen, Ihren Auszubildenden den Begriff „Pflegediagnosen“ begründet näher bringen zu können.


Sie setzen sich mit dem „WARUM?“ -Der Notwendigkeit von Pflegediagnosen-, auseinander

Sie erhalten einen Einblick in die Vorteile und die Problematik der Implementierung von Pflegediagnosen

Sie finden heraus welche Arten von Pflegediagnosen es gibt

Sie entwickeln Kompetenzen, um Ihren Auszubildenden den Aufbau und die Formulierung von Pflegediagnosen vereinfacht näher bringen zu können

Sie erkennen die Pflegediagnosen als Instrument der Professionalisierung der Pflege

Sie lernen den Aufbau des Pflegediagnosen-Buch NANDA als Hilfestellung kennen

Sie haben natürlich die Gelegenheit Erfahrungen mit den anderen Teilnehmern auszutauschen uvm.


Seminarschwerpunkte


Rückblick und Ausblick zu den Pflegediagnosen

Sinn und Zweck von Pflegediagnosen

Pflegediagnosen -Aufbau

Pflegediagnosen formulieren


Ziel der Veranstaltung ist es, den Auszubildenden das Themenfeld der Pflegediagnosen, auch im praktischen Umfeld, sicher näher bringen zu können und sie somit auf dem Weg zum Erreichen einer umfassenden Pflegekompetenz zu unterstützen.

Status:  Plätze frei

Seminar-Nr.:   24-31M-001

Beginn:   Mo., 05.02.2024, 09:00 - 16:00 Uhr

Dauer:   3 Tag(e)

Kursort:   AWO Bildungswerk Erfurt, Seminarraum 3

Zielgruppe:   Praxisanleiter*innen

Methoden:   theoretischer Input
Erfahrungsaustausch
Kleingruppenarbeit

Kosten:   300,00 €

ermäßigte Kosten:   300,00 € (AWO Mitarbeiter*innen und AWO Mitglieder)

Ansprechpartner*in:   Karina Ihring
Telefon:   0361 511 509-26
E-Mail:   karina.ihring@awobildungswerk.de

AWO Bildungswerk Erfurt, Seminarraum 1

Am Johannestor 23
99084 Erfurt

Datum
05.02.2024
Uhrzeit
09:00 - 16:00 Uhr
Ort
Am Johannestor 23, AWO Bildungswerk Erfurt, Seminarraum 1
Datum
06.02.2024
Uhrzeit
09:00 - 16:00 Uhr
Ort
Am Johannestor 23, AWO Bildungswerk Erfurt, Seminarraum 1
Datum
05.11.2024
Uhrzeit
09:00 - 16:00 Uhr
Ort
Am Johannestor 23, AWO Bildungswerk Erfurt, Seminarraum 1





AWO Bildungswerk Thüringen gGmbH

Am Johannestor 23 | 99084 Erfurt
Tel: 0361/511 509-10
Fax: 0361/511 509-19
E-Mail: info@awobildungswerk.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr
Freitag von 08:00 bis 14:00 Uhr